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FAQ: Barrierefrei bauen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung
Barrierefreies Bauen umfasst die Planung, Gestaltung und Nutzung von Gebäuden und Außenanlagen so, dass sie von möglichst vielen Menschen selbstständig und sicher genutzt werden können. Für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit spielen insbesondere Orientierung, Licht, Kontraste, Akustik und Leitsysteme eine wichtige Rolle.
Blinde Menschen orientieren sich in besonderem Maße über akustische und taktile Informationen sowie über die Struktur und Gestaltung ihrer Umgebung. Barrierefreie Gebäude unterstützen die selbstständige Fortbewegung, erhöhen die Sicherheit und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe.
Licht kann Orientierung erleichtern, Kontraste sichtbar machen und die Nutzbarkeit von Räumen verbessern. Wichtig sind eine ausreichende Beleuchtungsstärke, eine gleichmäßige Ausleuchtung und die konsequente Vermeidung von Blendung.
Kontraste unterstützen die visuelle Orientierung. Sie helfen beispielsweise dabei, Raumgrenzen, Türen, Schalter, Treppen oder Möbel besser wahrzunehmen. Entscheidend sind dabei vor allem Helligkeitsunterschiede und nicht allein verschiedene Farben.
Geräusche und Schallreflexionen liefern wichtige Informationen über die Umgebung. Eine ausgewogene Raumakustik verbessert die Sprachverständlichkeit und unterstützt die Orientierung innerhalb von Gebäuden.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören klare Raumstrukturen, gute Beleuchtung, ausreichende Kontraste, eine verständliche Beschilderung, barrierefreie Wegeführungen sowie die Kombination verschiedener Orientierungshilfen.
Barrierefreie Gebäude unterstützen nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen. Sie verbessern die Orientierung, Sicherheit und Nutzbarkeit für viele Menschen – beispielsweise für ältere Personen, Kinder, Gäste oder Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen.


