Wie wird man Heilerziehungspflegerin? Sami hat die Antwort bei einem Schulpraktikum gefunden. Heute begleitet sie Menschen mit Blindheit, Sehbehinderung und weiteren Behinderungen im Alltag – und erlebt jeden Tag, wie wichtig Begegnung auf Augenhöhe ist. Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderungen im Alltag und unterstützen sie dabei, möglichst selbstständig zu leben.
Auf die Frage, was ihr an ihrer Arbeit besonders gefällt, muss sie nicht lange überlegen. „Man kann zusammen Blödsinn machen, man kann aber auch sehr viel lernen von ihnen.“ Mit „ihnen“ meint sie die Menschen, die sie in ihrem Alltag begleitet.
Vom Sozialpraktikum zur Ausbildung
Kennengelernt hat Sami die Nikolauspflege während ihrer Schulzeit. Für ein Sozialpraktikum suchte sie bewusst keinen Kindergarten und keine andere soziale Einrichtung. „Ich wollte es in einer Einrichtung für sehbehinderte Menschen machen.“ Das Praktikum gefiel ihr so gut, dass sie anschließend ein Vorpraktikumsjahr absolvierte. „Ich bin glücklich in die Arbeit gelaufen und glücklich wieder nach Hause gelaufen.“ Danach stand für sie fest, dass sie die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin beginnen möchte.
Verantwortung gehört dazu
Für Sami ist die Arbeit mehr als ein Beruf. „Das ist natürlich ein Job mit Verantwortung. Man arbeitet mit Menschen, nicht mit Gegenständen. Man ist für die Person da. Die Person vertraut auf dich.“ Ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe besteht darin, Menschen dabei zu unterstützen, möglichst selbstständig zu leben. „Wir möchten schon, dass sie im besten Fall selbstständig alleine leben können.“ Dabei geht es nicht darum, Dinge für jemanden zu übernehmen, sondern Menschen auf ihrem eigenen Weg zu begleiten.
Mehr sehen als die Behinderung
Besonders wichtig ist Sami die Begegnung auf Augenhöhe. „Sie erzählen sehr viel von sich selber. Sie wollen, dass man ihnen Aufmerksamkeit gibt. Dass man mit ihnen etwas Spaß hat.“ Genau darin liegt für sie der Kern ihrer Arbeit.
Menschen nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren. Oder, wie sie selbst sagt: „Du bist die Person mit diesem Namen. Du bist nicht nur ein Mensch mit Behinderung.“ Für Sami ist das einer der Gründe, warum sie sich in ihrem Beruf wohlfühlt. „Ich bin sehr zufrieden.“
Häufige Fragen zur Ausbildung in der Heilerziehungspflege
Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger unterstützen Menschen mit Behinderungen im Alltag und begleiten sie in unterschiedlichen Lebenssituationen. Ziel ist es, Selbstständigkeit zu fördern und gemeinsam den Alltag zu gestalten.
Sami hat die Nikolauspflege während eines Sozialpraktikums in der Realschule kennengelernt. Nach einem Vorpraktikumsjahr hat sie sich entschieden, die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin zu beginnen.
Die Bewerbung für eine Ausbildung erfolgt online über die Karriereseite der Nikolauspflege. Dort sind aktuelle Ausbildungsangebote und weitere Informationen zum Bewerbungsprozess zu finden: https://karriere.nikolauspflege.de/
