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Zertifikatskurs bei der Blista

Lehrerinnen auf der Schulbank

08.01.2019

Spannender Rollenwechsel: Vier Mitarbeiterinnen der Nikolauspflege haben in Marburg den einjährigen Zertifikatskurs "Grundlagen inklusiver Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung“ (GRIP-BS) erfolgreich abgeschlossen. Die Weiterbildung, komplett finanziert von der Nikolauspflege, ist eine Kooperation zwischen der Phillips-Universität Marburg und der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista). „Eine tolle Ausbildung, die viel für den Arbeitsalltag bringt“, sagt die Absolventin Karin Ulrich. Die studierte Sozialpädagogin arbeitet als Fachlehrerin im Haus am Dornbuschweg. Sie hat mit den zwölf weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs nicht nur Theorie, sondern auch viel Praxis erlebt. Neben anderen Selbsterfahrungen waren sie mit Augenbinde und Langstock in Zweiterteams in der Stadt unterwegs. „Die eigene Wahrnehmung ändert sich total. Ich kann mich jetzt noch viel besser in unsere Schüler hineinversetzen“, erzählt Karin Ulrich.

Weiter lernen!

Für sie ist der Kurs die Grundlage für die nächste Qualifizierung. Mit ihrer Kollegin Selina Wiedermann bildet sie sich gerade in Hamburg zur Rehabilitationsfachkraft in Orientierung und Mobilität aus. Und auch die beiden anderen Mitarbeiterinnen von der Nikolauspflege lernen weiter. Wieder nach Marburg zieht es die Erzieherin Nadine Hechler von der Betty-Hirsch-Schule und dem angegliederten Hort und die Heilerziehungspflegerin Simone Dengel von der Heidenheimer Königin-Olga-Schule. Dort heißt das nächste Ziel: Rehabilitationsfachkraft in Lebenspraktischen Fähigkeiten.