Kooperationen mit Einrichtungen, Unternehmen und Bildungspartnern

Kooperationen mit anderen Einrichtungen, Unternehmen oder Bildungspartnern sind wichtiger als je zuvor. Die Nikolauspflege möchte nicht nur ein offenes Haus für sehbehinderte und blinde Menschen sein. Sie bietet potenziellen Partnern auch die Möglichkeit, im jeweils eigenen Umfeld auf die Kompetenzen der Nikolauspflege zurückzugreifen. Die besonderen Kompetenzen der Nikolauspflege als Spezialanbieter im Bereich blind/sehbehindert können so auch Angebote Dritter ergänzen und bereichern. 

Hier sind einige Beispiele für gelungene Kooperationen und Projekte:


Projekt DUNKELBUNT

Inklusive Sport- und Freizeitangebote für blinde und sehbehinderte Menschen gefördert von der ANTON & PETRA EHRMANN Stiftung

Übergeordnetes Ziel des Projekts DUNKELBUNT ist es, blinden und sehbehinderten Menschen die selbstbestimmte, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Sport, Kultur und Bildung) zu ermöglichen sowie ihre Chancen beim Start ins Berufsleben und in ein eigenständiges Leben als Erwachsene zu verbessern. Inklusion ist für unsere Arbeit hierbei ein zentraler Aspekt. So steht der Ausbau sozialer Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Seheinschränkung im Fokus.

Die Angebotspalette umfasst niedrigschwellige Angebote (Kino, Disco, Gruppenunternehmungen) und die gezielte Durchführung inklusiver Aktivitäten (Workshops in den Bereichen Sport und Kultur). Hierfür werden Kooperationen zu Schulen, Jugendhäusern, Stadtteilgremien, Vereinen und Verbänden genutzt.

EnBW, CreditPlus und Türenmann

Seit vielen Jahren finden zwischen der kaufmännischen Ausbildung des Berufsbildungswerks Stuttgart und den Ausbildungsabteilungen verschiedener Firmen Kooperationen statt. So gibt es einen jährlichen Austausch zwischen Azubis der CreditPlus Bank, Filiale Stuttgart, und Azubis der Nikolauspflege. Hierbei stehen im Vordergrund das gegenseitige Kennenlernen in den jeweiligen Ausbildungsbereichen, aber auch gemeinsame Aktionen, wie der Besuch des Aktivparks Bergheide oder des Europäischen Parlaments in Straßburg.

Kaufmännische Azubis der Nikolauspflege unterstützen die Auszubildenden der EnBW beim Verkauf der Produkte aus der Lehrwerkstatt auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt.

In Kooperation mit der Firma Türenmann GmbH wurden angehende Schreiner und Bürokaufleute von kaufmännischen Auszubildenden der Nikolauspflege in die Welt der sehbehinderten und blinden Menschen eingeführt. Mit Hilfe von Simulationsbrillen lernten die Azubis von Türenmann die Schwierigkeiten im Alltag, aber auch die Leistungsfähigkeit im Beruf kennen. Im Gegenzug errichteten die Schreiner für die Außenstelle der kaufmännischen Ausbildung in der Schlossstraße eine funktionale und attraktive Garderobe.
 

Lebendige Berufsorientierung: Karrillonschule verlegt „Kooperatives Übergangsmanagement“ ins Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus

Im Rahmen des kooperativen Übergangsmanagement (KüM) erhalten Hauptschülerinnen und Hauptschüler wertvolle Impulse und aktive Ermutigung für die Berufsorientierung. Bei KüM und mit der Hilfe der ehrenamtlichen Paten des Weinheimer Unterstützerkreises (WUB) können sie Einblicke in verschiedene Berufsfelder nehmen. Wie soziale Arbeit im Bereich der Behindertenhilfe aussieht, konnte eine Gruppe der Karrillon-Schule am 21.7. beim Brunch im Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus der Nikolauspflege erleben.

Angestoßen hatte dieses KüM-Projekt ein Nachbar des Paul-und-Charlotte-Kniese-Hauses. „Ich habe mich einfach gefragt, was man konkret für die Leute tun kann“, antwortet Kurt Öhlenschläger auf die Frage, wie er auf diese Idee gekommen ist. Also habe er sich an Dr. Ditmar Flothmann vom Sprecherkreis des WUB gewandt. Und nachdem der wiederum Kontakt zur Karrillon-Schule aufgenommen hatte, war der Startschuss für die gemeinsame Aktion schnell gefallen.
Beim Brunch – für den Öhlenschläger gleich noch die Zutaten spendete – konnte die Gruppe der Karrillon-Schule Einblick nehmen in die professionelle Arbeit mit blinden, sehbehinderten und mehrfachbehinderten erwachsenen Menschen. Und zu welchen Schlüssen sind die Schülerinnen und Schüler dabei gekommen? „Sie waren nur anfänglich etwas unsicher, was auf sie zukommt. Dann aber war das Eis schnell gebrochen. Es gab auch Nachfragen, ob man nicht mal die Klienten besuchen oder eine Praktikumsstelle bei uns haben könnte“, erzählt Elvira Schneckenberger vom Sozialdienst der Nikolauspflege. „Das freut uns sehr“, so Schneckenberger weiter, denn „wir sind ein offenes Haus und nutzen gerne solche Gelegenheiten, um Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt zu bringen.“