Berufliche Reha für Erwachsene

Eine Gruppe sehbehinderter Erwachsener in der beruflichen Reha der Nikolauspflege sitzt zusammen und sie üben für ein Bewerbungstraining.

Reha für blinde und sehbehinderte Erwachsene in Stuttgart

Erwachsene Menschen wünschen sich Angebote, die flexibel zu ihrem individuellen Qualifizierungs- und Unterstützungsbedarf passen. Deshalb bietet das Qualifizierungszentrum Berufliche Reha "maßgeschneiderte Angebote statt Konzepte von der Stange". Interdisziplinäre Teams entwickeln und begleiten Maßnahmen, die bei der persönlichen Lebenssituation ansetzen. Der Bereich Berufliche Reha der Nikolauspflege ist anerkannter Träger für die Rehabilitation und berufliche Teilhabe von Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

Mit einer Umschulung können sich Menschen, deren Sehvermögen sich verschlechtert hat, eine neue berufliche Perspektive schaffen. Alle Maßnahmen der Nikolauspflege zur beruflichen Integration werden praxisnah und berufsnah durchgeführt. Sogenannte "Jobcoaches" unterstützen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und begleiten während der Einarbeitungszeit.

Bewährte Konzepte können individuell angepasst werden. Zum Beispiel in einer Kombination von Blindentechniken und beruflicher Eingliederungsmaßnahme. Auch die Maßnahmendauer oder ein flexibler Einstieg sind möglich. Bei Bedarf stehen Fachdienste wie der Psychologische Dienst zur Verfügung.


Wofür wir stehen:

  • Beratung, Begleitung und berufliche Integration
  • Diagnostik und passgenaue individuelle Qualifizierung
  • Regionale Anbindung an den Wohn- und Arbeitsort
  • Schulung fachlicher Kompetenzen und arbeitsmarktrelevanter Schlüsselqualifikationen
  • Hilfen bei der Behinderungsverarbeitung
  • Optimale Ausstattung und effizienter Einsatz von Hilfsmitteln
  • Enge Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und Leistungsträgern
  • Vernetzte Kooperation mit den Fachdiensten der Nikolauspflege


Start des Integrationsprojekts Aktila-BS

Aktivierung und Integration (langzeit-)arbeitsloser blinder und sehbehinderter Menschen

Vor dem Hintergrund, dass die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen, trotz insgesamt sinkender Arbeitslosigkeit seit 2010 weiter gestiegen ist, startete die Nikolauspflege zusammen mit dem BFW Würzburg, dem BFW Düren, dem BFW Halle und der Blista Marburg am 1. März das Projekt AKTILA-BS. Ziel ist es, in einem Zeitraum von drei Jahren die Frage nach den Gründen für die überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit blinder und sehbehinderter Menschen zu beantworten. Auf der Basis dieser Ergebnisse wird eine Aktivierungsmaßnahme entwickelt und modellhaft mit rund 50 Betroffenen durchgeführt, die zu einem höheren Grad der beruflichen Teilhabe blinder und sehbehinderter Arbeitsloser führen soll.

Ziele und Aufgaben

  • Analyse der Vermittlungshemmnisse
  • Überprüfen der Förder- und Integrationsangebote
  • Erstellung eines Leitfadens für Aktivierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner und Projektbeirat
  • Konkrete Integration von langzeitarbeitslosen blinden und sehbehinderten Menschen in den ersten Arbeitsmarkt durch Peering und
  • modellhafte Entwicklung von Interventionsformen- und verfahren, die zu einem höheren Grad der beruflichen Teilhabe blinder und sehbehinderter Arbeitsloser führen und von den zuständigen Akteuren weiter genutzt werden können.

Erfahren Sie mehr zum AKTILA-BS Projekt