Mit dem Thema „Kommunikation“ hatten sich die Fachlehrerinnen des Schulkindergartens für ihren pädagogischen Tag ein großes und überaus interessantes Thema vorgenommen. Ziel war es, die im Alltag verwendeten Kommunikationshilfen und Kommunikationsformen auf den Prüfstand zu stellen und für jedes einzelne Kind zu schärfen. Besonders erfreulich war, dass die Fachfrauen zu diesem Thema aus dem eigenen Team kamen: Stefanie Schuol hat erst vor kurzem ihre Weiterbildung zur Unterstützten Kommunikation-Fachberaterin abgeschlossen und Ariane Leinmüller hat im Rahmen ihres Masterstudiums (M.Ed.) das besondere Erweiterungsfach Taubblinden- und Hörsehbehindertenpädagogik erfolgreich beendet.
Ein kurzer Austausch darüber, was und wie wir mit unseren Kindern kommunizieren, machte gleich zu Beginn deutlich, dass insbesondere bei den sprachfreien Kommunikationsformen nicht auf die Fähigkeiten zurückgegriffen werden kann, die wir als sprechende Begleiter automatisch mitbringen. Durch die folgende Selbsterfahrungseinheit wurden konkrete Herausforderungen deutlich:
Wie nehme ich zu einer hör- und/oder sehbehinderten Person Kontakt auf? Wie kommt man ins gemeinsame Tun? Wie führt man bestimmte Gebärden ein? Woher weiß die Person, wer mit ihr Kontakt aufnimmt? Diese und viele weitere Fragen übertrugen wir in unseren konkreten Kindergartenalltag. Wir ordneten unsere Kinder drei verschiedenen Entwicklungsstufen der Kommunikation zu und erhielten dadurch Informationen, wie wir mit den Kindern im Alltag gezielter kommunizieren können. Dies nutzten wir im Anschluss, um unseren aktuellen Morgenkreis noch zugewandter gestalten zu können. Ebenso überlegten wir uns auf dieser Basis für jedes einzelne Kind mehrere Situationen im Alltag, in welchen wir je nach Bedarf bestimmte körpernahe Gesten, Gebärden, Symbole, Metacomkarten, Taster oder andere elektronische Hilfsmittel so einsetzen können, dass die Kinder aktiver und selbstbestimmter an ihrem Kindergartenalltag teilhaben können. Dadurch können sie ihre kommunikativen Fähigkeiten weiterentwickeln und langfristig durch ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten immer besser mitentscheiden, wie dieser Alltag gestaltet wird.
Den Abschluss bildetet eine kleine Ausstellung von vielen verschiedenen Hilfsmitteln aus dem Bereich der elektronisch unterstützenden Kommunikationshilfen. Hier konnten gezielte Angebote ausprobiert und Fragen dazu gestellt werden.
Auch fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt und so konnten wir den Tag hoch motiviert und zufrieden beschließen.
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

