„Was ist das eigentlich für ein Haus?" Diese Frage hallt seit Jahren durch die Straßen von Botnang. Manche Nachbarinnen und Nachbarn flüstern sie, andere fragen ganz offen. Und unsere Kollegin Barbara, Betreuerin der Wohngruppe in der Nöllenstraße, durfte sie besonders oft beantworten. Hier wohnen überwiegend Schülerinnen und Schüler der Tilly-Lahnstein-Schule, die bei der Nikolauspflege die Berufsfachschule in den Ausbildungsgängen Wirtschaft bzw. Gesundheit und Pflege besuchen.
Nach unzähligen Erklärungen und wahrscheinlich ebenso vielen erstaunten Blicken dachte sich Barbara: „Dann laden wir die Nachbarschaft doch einfach selbst ein!“ Gesagt, getan. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde gebastelt, geplant, dekoriert und natürlich fleißig Werbung gemacht. Flyer flatterten in die Briefkästen, ein gemütliches Zelt wurde organisiert und die Deko wartete schon darauf, für Weihnachtsstimmung zu sorgen.
Am 6. Dezember hieß es dann: Backofen vorheizen. Die Jugendlichen legten los und backten auf ihrer Wohngruppe fleißig Kekse. Am Sonntag, dem 7. Dezember, wurden diese kleinen Köstlichkeiten dann zusammen mit Glühwein an die Nachbarschaft verteilt.
Doch hinter all dem steckt mehr als nur ein gemütliches Beisammensein. Die Gruppe in der Nöllenstraße möchte die Nachbarinnen und Nachbarn über ihre Arbeit informieren, Vorurteile abbauen und den Blick öffnen für die Themen Blindheit und Sehbehinderung.
Fest steht:
Es war warm. Es war lecker. Und es wurde endlich aufgeklärt.


