„Teilhabe ermöglichen auf dem Weg in eine Arbeitswelt der Zukunft“

Wo standen die Berufsbildungswerke vor Jahrzehnten und wo stehen sie heute? Wie sieht die derzeitige Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung aus und wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt 4.0 aus?

Diese und weitere Themen standen Anfang November bei der Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Kleisthaus in Berlin auf der Tagesordnung.

Neben zahlreichen Vertretenden der Berufsbildungswerke und der Bundesagentur für Arbeit war auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, vertreten durch Herrn Dr. Rolf Schmachtenberg (Staatssekretär im BMAS) und Herrn Richard Fischels (Leiter der Unterabteilung Prävention, Rehabilitation und Behindertenpolitik), an der Tagung beteiligt.

Das Berufsbildungswerk Stuttgart wurde durch Herrn Thomas Pflugfelder, Ausbildungsleitung Kaufmännische Ausbildung, IT, Berufliche Reha, und Herrn Normen Ramus, Vorsitzender der Teilnehmendenvertretung des Berufsbildungswerks Stuttgart, repräsentiert.

Er referierte einführend über das Thema „Teilhabe“ im Stuttgarter Berufsbildungswerk. Dabei bezog er sich insbesondere auf die Wichtigkeit der Mitsprache, Mitentscheidung und Mitgestaltung von Teilnehmenden an Entscheidungsprozessen innerhalb des Berufsbildungswerkes. Weiterführend erörterte er, inwiefern die Berufsbildungswerke ihre Leistungsqualität maximieren und damit die interne Zufriedenheit und externe Anerkennung verbessern können.

Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion. Dabei lagen die Themenschwerpunkte auf der Zukunft der Berufsbildungswerke und dem Arbeitsmarkt 4.0. Insbesondere über die Einbindung von Menschen mit Behinderung wurde in diesem Kontext debattiert:

 „Es wäre falsch zu behaupten, dass der Arbeitsmarkt 4.0 keine Veränderung mit sich bringe. Vielerlei Arbeitsprozesse werden digitalisiert und automatisiert, es werden zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut und neue Berufsbilder geschaffen. Durch diese neuen Berufsbilder können, insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigung, neue Chancen entstehen. Allein aus diesem Grund werden Berufsbildungswerke auch zukünftig notwendig sein. Die Digitalisierung soll keine Menschen ersetzen, sondern diese unterstützen und entlasten, was gerade Menschen mit Handicap zu Gute kommt. Digitalisierung ist kein Naturphänomen, es ist allein der Gesellschaft überlassen, in welche Richtung das Ganze geht. Das größte Problem bleibt allerdings weiterhin bestehen: Die Berührungsängste potenzieller Arbeitgeber.“   (Normen Ramus, Berufsbildungswerk Stuttgart)

Offizieller Bericht der BAG unter: www.bagbbw.de/index.php
Fotos: © BAG BBW I Melanie Wehnert (Fotografin)

Dialog bei der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Berufsbildungswerke
Podiumsdiskussion

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