Der VfB gewinnt 2:0 und wir konnten dabei sein!

Fünf Schüler der Betty-Hirsch-Schule nahmen am Projekt „Blindes Stadionerlebnis“ der Telekom teil und konnten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des „Königin-Olga-Stifts“ das Spiel VfB Stuttgart gegen Eintracht Braunschweig besuchen. Dabei verfolgten alle die offizielle Blindenreportage des VfBs. Elbrus Zeboew von der Betty-Hirsch-Schule war dabei und schildert seine Eindrücke:

Wir erfuhren eine Woche bevor der VfB gegen Braunschweig spielte, dass fünf Schüler der Betty-Hirsch-Schule als Zuschauer zum Spiel eingeladen werden. Der VfB und die Telekom hatten uns freundlicherweise die Karten geschenkt, um blinden und sehbehinderten Schülern eine Freude zu machen. Aber es wollten natürlich mehr als fünf Schüler zuschauen, deshalb mussten die Karten verlost werden. Auch ich wollte dabei sein und hatte das Glück, eine Karte zu gewinnen. Als wir vom Schulleiter die frohe Botschaft hörten, erfuhren wir außerdem, dass fünf Schüler aus dem Königin-Olga-Stift mit uns zusammen das Spiel anschauen können.

Als der Spieltag gekommen war, trafen wir uns mit den anderen Schülern, einem Telekom-Mitarbeiter und zwei Fotografen auf der Königstraße. Wir stellten uns alle gegenseitig vor und gingen, jeweils mit einem Schüler der anderen Schule, zusammen Richtung Mercedes-Benz Arena. Obwohl wir uns vorher nicht kannten, verstanden wir uns auf Anhieb. Am Stadioneingang bekamen wir die Karten und gingen als Gruppe gemeinsam ohne Lehrer ins Stadion.  

Als wir dann im Stadion waren kam es mir unglaublich riesig vor, da ich so etwas zuvor noch nie gesehen hatte. Außerdem war da ein Höllenlärm und wir bekamen Geräte, mit denen wir das Spielgeschehen anhören konnten. Danach wurden die Mannschaften vorgestellt und eine riesen Menschenmenge fing an zu jubeln. Man konnte erst gar nicht realisieren, was da gerade geschah. Doch dann schrien auf einmal alle wie am Spieß und der VfB führte 1:0!

Als dann die Halbzeitpause begann, unterhielten wir uns erst mal über das, was wir bisher erlebt hatten und gingen uns Essen holen. Allerdings musste man sehr lange warten und es war sehr teuer. Dann als die zweite Halbzeit begann, saßen wir alle da und sahen dem weiteren Spielverlauf gespannt zu und es gab ein 2:0! Die Menge war aus dem Häuschen und konnte sich kaum beruhigen.

Nach dem Spiel trafen wir uns alle vor dem Stadion und besprachen den Abend. Außerdem hatten wir  geplant, uns noch einmal in einer der Schulstunden zu besuchen, zum Beispiel in Sport. Am Ende des Tages gingen wir gemeinsam zum Bahnhof und fuhren heim. Ich hoffe, dass wir uns auf jeden Fall noch mal treffen werden.

Der Abend hat uns sehr viel Spaß und Freude bereitet.

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