Das Ziel vor Augen...

Der 54-jährige Andreas Natterer aus Kornwestheim bei Stuttgart ist beinahe blind. Und dennoch hat er ein festes Ziel vor Augen: er möchte den Jakobsweg bis zum Ende laufen und Santiago de Compostela in Spanien erreichen!

Bereits vor 12 Jahren absolvierte er die erste Etappe des Pilgerweges, die durch Süddeutschland führt. Auf die Frage, warum er das tue, antwortete er damals: „Um Gott zu danken, dass ich in meinem Leben so weit gekommen bin.“.

Da „Pilger-Andy“, wie er sich selbst nennt, aufgrund einer starken Sehbehinderung nur grobe Umrisse erkennen kann, ist er dabei jedoch nicht allein unterwegs. Er hat sich einer Wandergruppe angeschlossen, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützt und ihm zur Seite steht.

Als das große Highlight und Ziel seiner Reise nennt Natterer die Pilgermesse in Santiago de Compostela, welche als Höhepunkt dieser spektakulären Wallfahrt und offizielles Ende des Jakobsweges gilt.

Und dennoch soll nach diesem Stopp für „Pilger-Andy“ nicht Schluss sein: er möchte weiter laufen. Sein eigentliches Ziel heißt Kap Finisterre, wo der Jakobsweg tatsächlich ganz zu Ende ist. Dort, wo die Klippen steil in den Atlantik abfallen und sich die Pilger einst selbst eine Jakobsmuschel aus dem Meer holten, möchte er seine Reise beenden. Und damit einen ganz neuen Lebensabschnitt beginnen…

 

Die Informationen dieses Textes stammen aus: Rebmann, F. & Franz, S. 2019: Weiter auf dem Weg. In: www.drs.de/ansicht/, zugegriffen am 30.10.2019

 

Andreas Natterer steht mit Wanderstöcken vor zwei Pilgerstatuen

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