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Der Freizeitbereich im Limeshof

Im Limeshof in Welzheim leben blinde und sehbehinderte Menschen mit zusätzlichen Behinderungen. Welche Einschränkungen sich daraus ergeben, ist von Fall zu Fall  unterschiedlich. Ein Teil der Bewohner ist zusätzlich zur Sehschädigung geistig behindert. Andere sind körperbehindert und auf Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Gehwagen angewiesen. Einige sind sehbehindert und hörbehindert. Und es gibt Menschen, die zusätzlich psychische Erkrankungen haben.


Diese unterschiedlichen Einschränkungen erschweren es den Klienten des Limeshofs häufig, ein eigenständiges Leben zu führen und am allgemeinen gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Wunsch, an ganz normalen Bildungs- und Freizeitangeboten teilzunehmen, ist in den meisten Fällen groß. Doch es ist  schwer, geeignete Angebote zu finden. So kann ein körperbehinderter, blinder Mensch nicht am regulären Schwimmangebot eines Sportvereins teilnehmen, ein blinder Mensch mit einer Lernbehinderung nicht an einem Computerkurs der örtlichen Volkshochschule, ein hörsehbehinderter Mensch mit einem Anfallsleiden nicht einfach ohne Begleitung einen Ausflug machen.

Das LimO: erlebbare Teilhabe

Vor diesem Hintergrund betreibt der Welzheimer Limeshof seit einigen Jahren das „LimO“. LimO ist Treffpunkt, Cafe und Begegnungsstätte und Ausgangspunkt aller Freizeitangebote für die Klienten des Limeshof. Vom LimO organisiert erscheint zwei Mal jährlich ein Heft mit Freizeitangeboten, die sich an den Interessen und Wünschen der Bewohner orientieren. Das Angebot ist reichhaltig und erstreckt sich über Bildungs- (Computer-, Koch-, Selbstverteidigungskurs etc.), Kreativ- (Arbeiten mit Speckstein, Trommeln, Häkeln und Stricken) und Freizeitangebote (Feste, Sport, Spieleabende, Kino). Auch Ausflüge (z.B. zu Heimspielen des VfB oder auf den Cannstatter Wasen) und Urlaubsfahrten (z.B. eine Segelfreizeit in Holland) gehören dazu.
Bei vielen Angeboten ist eine 1:1-Betreuung notwendig, das heißt ein Pfleger auf einen Klienten. Unbekanntes muss einzeln erklärt und mit Handführung erläutert werden. In einer fremden Umgebung ist es blinden und sehbehinderten Menschen mit zusätzlichen Einschränkungen in der Regel nicht möglich, sich alleine zu orientieren. So benötigt ein blinder Mensch bei einem Ausflug ins Museum einen sehenden Begleiter, der ihn führt, Texte vorlesen, Exponate erklären und beschreiben kann und ihn bei so profanen Dingen wie dem Aufsuchen einer Toilette und der Versorgung mit Essen unterstützt. So werden Unternehmungen sehr personal- und damit kostenintensiv. Für bestimmte Angebote müssen die „Lehrer“ auch extra geschult werden, nicht jeder kann z.B. mit einem PC mit Braillezeile arbeiten. Für manche Angebote wie einen Selbstverteidigungskurs wird mit speziell geschulten Honorarkräften zusammengearbeitet, die natürlich auch teurer sind als ehrenamtliche Helfer, die den Freizeitbereich des Limeshofs bereits an vielen Stellen unterstützen.


An Ideen fehlt es beim Limeshof nicht. Gerne würde das Team im nächsten Jahr einen "Encouraging"–Kurs - ein Mutmachkurs also -, Kurse zu Mediation, Körperwahrnehmung, Imageberatung für blinde und sehbehinderte Menschen oder gar einen Tanzkurs anbieten. Doch das alles kostet viel Geld. Aus dem regulären Pflegesatz sind solche Angebote nicht zu finanzieren. Deshalb bittet die Nikolauspflege um finanzielle Unterstützung für das Freizeitprogramm und die laufenden Kosten des LimO. Gerne stellt Ihnen das Team des Limeshofs das LimO persönlich vor und bringt Sie mit Klienten in Kontakt.

Hier können Sie online spenden:

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