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Erdbeerfest mit Tag der offenen Tür beim Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus

Erdbeerkuchen mit Erdbeerbowle und obendrauf Erdbeereis, dazu Musik, Tanz und Public Viewing am zweiten WM-Tag, Einblicke in den Lebens- und Arbeitsalltag der Weinheimer Einrichtung für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehinderte Erwachsene sowie ein attraktives Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein – das lockte über 200 Gäste zum Erdbeerfest des Paul-und-Charlotte-Kniese-Hauses.

"Guten Tag! Schön, dass Sie da sind – kennen Sie sich aus oder soll ich Ihnen weiterhelfen?" So nett und aufmerksam wurden die Besucher des Erdbeerfestes am Samstag, den 12. Juni bereits vor der Tür in Empfang genommen. Nicht etwa von professionell geschultem Service-Personal, sondern von Maik Kissel, einem der insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner. Dass dieser seine Aufgabe mit Stolz und Freude übernommen hatte, stand ihm buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Auch der neue Leiter des Hauses Wolfgang Reiter freute sich, bei dieser Gelegenheit eine so große Zahl von Angehörigen und Freunden des Hauses persönlich begrüßen zu dürfen. Zu denen zählen neben OB Heiner Bernhard auch Firmen wie Freudenberg und die "Pantoffelhelden" (alias Kolping-Familie Weinheim), die sich als Spender für das Weinheimer Haus der Nikolauspflege engagieren.
Dass man auch im Rollstuhl oder sogar als taubblinder Mensch mit Unterstützung sehender Begleitung sehr fröhlich feiern und tanzen kann, prägte den ganzen Nachmittag das Bild im Innenhof des Kniese-Hauses: Zu Live-Musik des Alleinunterhalters Will von Falkenstein wurde ausgelassen gesungen, geschwoft, gelacht und immer in irgendeiner Form mitgemacht. Die Kinder klebten bunte Mosaike in die Mauer und erprobten neugierig einen Sinnespfad mit Fühl- und Riechboxen. Erwachsene Gäste ließen sich bei einer Führung das Haus zeigen oder genossen einfach das fröhliche Treiben im Hof. Die sichtliche Freude der teils schwer mehrfachbehinderten Menschen beeindruckte einen Festbesucher so sehr, dass er kurzerhand in Aussicht stellte, der Weinheimer Nikolauspflege ein weiteres Fest dieser Art zu spendieren.
"Wir sind sehr dankbar für Geschenke dieser Art", erklärte Geschäftsbereichsleiter Hubert Mayer. Denn die Finanzkrise spürt man auch in der Behindertenhilfe. "Ohne Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiter und großzügige Spender wären viele unserer Angebote so nicht mehr machbar." Von großem Wert ehrenamtlichen Engagements zeugte sogleich die Darbietung der beiden Hundetherapeutinnen Christiane Gerhard und Andrea Sonntag-Winkler, die ihre Einsätze im Kniese-Haus künftig noch verstärken wollen. "Der Kontakt mit den Hunden steigert nachweislich das allgemeine Wohlbefinden und löst sogar spastische Lähmungen", erfuhr das staunende Publikum über die Erfolge der beiden Golden Retriever Feebie und Funny.
Persönlich oder finanziell engagieren kann man sich direkt über die Einrichtung oder über den Förderverein Aktion Blindeskind e.V., der z.B. auch federführend das Erdbeerfest ausgerichtet hat.

Stefanie Krug
Leiterin Unternehmenskommunikation


Nähere Infos:
Wolfgang Reiter, Telefon (0 62 01) 94 59- 0, wolfgang.reiter@nikolauspflege.de