Kooperationen im Bereich Erwachsene

Lebendige Berufsorientierung: Karrillonschule verlegt „Kooperatives Übergangsmanagement“ ins Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus

Kooperatives Übergangsmanagement (KüM) ist ein sperriger Begriff für eine sehr lebendige Angelegenheit: Hauptschülerinnen und Hauptschüler erhalten in diesem Rahmen wertvolle Impulse und aktive Ermutigung für die Berufsorientierung. Bei KüM und mit der Hilfe der ehrenamtlichen Paten des Weinheimer Unterstützerkreises (WUB) können sie Einblicke in verschiedene Berufsfelder nehmen. Wie soziale Arbeit im Bereich der Behindertenhilfe aussieht, konnte eine Gruppe der Karrillon-Schule am 21.7. beim Brunch im Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus der Nikolauspflege erleben.

Angestoßen hatte dieses KüM-Projekt ein Nachbar des Paul-und-Charlotte-Kniese-Hauses. „Ich habe mich einfach gefragt, was man konkret für die Leute tun kann“, antwortet Kurt Öhlenschläger auf die Frage, wie er auf diese Idee gekommen ist. Also habe er sich an Dr. Ditmar Flothmann vom Sprecherkreis des WUB gewandt. Und nachdem der wiederum Kontakt zur Karrillon-Schule aufgenommen hatte, war der Startschuss für die gemeinsame Aktion schnell gefallen.
Beim Brunch – für den Öhlenschläger gleich noch die Zutaten spendete – konnte die Gruppe der Karrillon-Schule Einblick nehmen in die professionelle Arbeit mit blinden, sehbehinderten und mehrfachbehinderten erwachsenen Menschen. Und zu welchen Schlüssen sind die Schülerinnen und Schüler dabei gekommen? „Sie waren nur anfänglich etwas unsicher, was auf sie zukommt. Dann aber war das Eis schnell gebrochen. Es gab auch Nachfragen, ob man nicht mal die Klienten besuchen oder eine Praktikumsstelle bei uns haben könnte“, erzählt Elvira Schneckenberger vom Sozialdienst der Nikolauspflege. „Das freut uns sehr“, so Schneckenberger weiter, denn „wir sind ein offenes Haus und nutzen gerne solche Gelegenheiten, um Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt zu bringen.“

Elvira Schneckenberger
Sozialdienst Paul- und Charlotte-Kniese-Haus