Das FSJ bietet viel Erfahrung

Erfahrung, Bereicherung, Einsichten – mit dem FSJ am Limeshof

Nach der Schule stellt sich vielen jungen Menschen die Frage, in welche Richtung sie gehen wollen. Noch zuhause bleiben oder in die Ferne schweifen? Erst mal eine Ausbildung machen oder gleich studieren? Wer noch unentschieden ist, hat im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres oder des neuen Bundesfreiwilligendienstes die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln. Für so manchen hat sich damit schon ganz unverhofft die Frage der Berufswahlentscheidung geklärt. Vier junge Menschen, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Welzheimer Limeshof entschieden haben, schildern ihre Eindrücke und Erfahrungen:

Zunächst möchten wir unsere Arbeit vorstellen. Der Limeshof in Welzheim ist eine Einrichtung der Nikolauspflege, Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen. Neben Wohngruppen und einer Werkstatt, in der die Klienten, wie man hier sagt, für verschiedene Betriebe produktiv sind, bietet der Limeshof ihnen Betreuung, Förderung und Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltages an. Einen wichtigen Beitrag leisten hier FSJler, Zivis und Praktikanten, ohne die der Limeshof kaum auskommen könnte.

Jeder Tag ist neu und die Klienten geben uns so viel zurück

Wir sind alle direkt nach der Schule an den Limeshof gekommen, alle mit unterschiedlichen Abschlüssen, Erwartungen und Zielen. Wir wussten nicht so richtig, was uns erwarten würde; die Arbeit mit Menschen ist am Anfang eine Umstellung, auf die man sich erst einmal einlassen muss, völlig anders als Schule. Mittlerweile können wir sagen, dass wir mit Freude, Faszination und Interesse jeden Tag aufs Neue zur Arbeit gehen. Die Arbeit mit Menschen erfüllt uns mit großem Spaß. Jeder Tag ist neu, und die Klienten geben uns so viel zurück, dass wir uns alle entschlossen haben, beruflich im sozialen Bereich weiterzuarbeiten, sei es als Heilerziehungspflegerin, als Alltagsbetreuerin oder als Sozialpädagoge.

Zwar ist die Arbeit nicht immer einfach, aber vielfältig und abwechslungsreich. In unserer Zeit am Limeshof sind wir mit unseren Aufgaben gewachsen, haben Verantwortungsgefühl entwickelt und sind gereift. Als wir hier angefangen haben, hätten wir nicht gedacht, dass uns diese Arbeitswelt so fesseln könnte, dass wir am Ende bleiben möchten. Aber auch diejenigen, die nur ein Jahr hier verbringen, denken gerne an die Zeit zurück, die nach der Schule die nötige Auszeit bietet, um eine Perspektive zu entwickeln.

Ein FSJ bietet so viel, besonders am Limeshof. Keiner von uns möchte es missen. Man entwickelt schnell ein Zugehörigkeitsgefühl, das einen mit dem Herzen immer an den Limeshof bindet, egal wie lange man hier ist. Den Spaß und die tolle Atmosphäre verdankt der Limeshof nicht nur seinen jungen motivierten Mitarbeitern, sondern vor allem seinen Klienten, die einem zwar manchmal einiges abverlangen, aber immer auch ein Lächeln auf die Lippen zaubern können. Obendrein macht der Austausch mit Gleichaltrigen auf Seminaren oder direkt am Limeshof das FSJ zu einem tollen Erlebnis.
Wir sagen: „Wärmstens zu empfehlen!“

Wir haben nicht nur die Möglichkeit bekommen, durch Fachtage und Anleitung durch Fachkräfte viel über blinde, sehbehinderte und mehrfachbehinderte Menschen zu erfahren, wir haben auch über den Limeshof hinaus Freundschaften gefunden. Und wir haben aktiv an dem breiten Angebot des Limeshofs mitgewirkt, zum Beispiel bei Ausflügen und Begleittagen, Fußballturnieren und Stadionbesuchen. Man wird direkt mit eingebunden und bezieht auch als FSJler ein Gehalt. Man kann direkt in der Pflege im Wohnbereich arbeiten, den Klienten in der Werkstatt zur Seite zu stehen oder im Förder- und Betreuungsbereich Aufgaben übernehmen.

Menschen mit Behinderung mögen zwar eingeschränkt sein, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass jeder Mensch einzigartig ist und die Klienten des Limeshofs ihren Alltag auf faszinierende Weise zu meistern gelernt haben.

Wir denken, dass eine solche Erfahrung für jeden interessant ist, und möchten das FSJ beim Limeshof wärmstens empfehlen!

Simone Klenota, Simon Egberts, Gina Wahl, Tobias Beisswenger