Projekt "Singen-Bewegen-Sprechen"

Seit Oktober 2010 gibt es das vom Landesförderprogramm finanzierte Projekt „Singen-Bewegen-Sprechen“ in den Schulkindergärten der Nikolauspflege in Stuttgart und Heidenheim. So wird das Team des Schulkindergartens in Stuttgart von der Musikpädagogin Marion Wahl unterstützt, die Kinder über längere Zeit im Kindergarten und dann auch in der Schule im musischen Bereich gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen zu fördern und zu begleiten.

Ein Bericht des Schulkindergartens vom Haus am Dornbuschweg:

„Singen, Bewegen und Sprechen“ sind in der kindlichen Entwicklung eng miteinander verbunden. Sie bedingen sich positiv und finden ihren ganzheitlichen Ausdruck im kindlichen Verhalten. Kinder erleben beim Hören von Gesang, Sprache und Musik elementare Freude, die durch entsprechende Bewegung gesteigert wird. Diese Freude gilt es aufzugreifen und pädagogisch zu nutzen.
Was erleben unsere Kinder bei „Singen und Klingen“? Die Handpuppe Musikus führt durch den Vormittag und versorgt uns mit allerhand musischem Material: z.B. Tamburine, Gitarre, Musik-CDs, Chiffontücher, Glöckchen. Wir starten mit einem musikalischen Morgenkreis mit dem Klang der Triangel und Flöte und die Kinder lauschen auf die bekannte Melodie des Begrüßungsliedes; durch das Singen und die Bewegungen werden die Kinder mit hineingenommen in das Willkommensein.
„Mit der Rassel machen wir Musik, einmal laut und einmal leise ...“ Jedes Kind bekommt eine bunte Rassel und kann – bei Bedarf mit Unterstützung – selbst aktiv werden und laut oder leise Musik machen. Später wird in einem Musikkreis das Kindergartenjahresthema der Reisemaus aufgenommen. So hören wir beim Thema Österreich mit den Kindern Walzermusik. Sie genießen es, zum Dreivierteltakt mit Chiffontüchern und im Rolli beschwingt durch den Raum zu tanzen. Da kann man manches Lachen auf das Gesicht der Kinder zaubern. Oder durch die Verklanglichung einer Berggeschichte erleben die Kinder Sprache und deren Inhalt sehr ganzheitlich. Das Wandern wird durch das Stampfen der Füße rhythmisch begleitet und gehört. Wenn wir eine Kuhherde entdecken, dürfen echte Kuhglocken nicht fehlen.
Beim Abschlusslied dürfen die Kinder nacheinander die Gitarrensaiten zum Klingen bringen. Die Kinder nehmen dabei die Schwingungen über die Hände, ihre Haut und das Gehör wahr. Und so geht ein klingender Vormittag mit dem fröhlich musizierten „Auf Wiedersehen“ zu Ende. Es ist schön zu sehen, wie jeder Musikant seine Persönlichkeit einbringt: mal leise und zart, mal kräftig und bestimmt – so kann jedes Kind in das Klingen, Singen und Mitschwingen hineingenommen werden.