Unser Ansatz: interdisziplinär und ganzheitlich

Die zunehmende Zahl von blinden und sehbehinderten Kindern mit mehreren Behinderungen stellt eine große pädagogische Herausforderung dar: Sehschädigung und weitere Beeinträchtigungen wie geistige Behinderung, Körperbehinderung, Hörschädigung, Anfallsleiden oder intensiver medizinischer Betreuungsbedarf (beispielsweise die Ernährung über eine Sonde) beeinflussen sich gegenseitig und führen bei jedem einzelnen Kind oder Jugendlichen zu ganz individuellen Wahrnehmungs- und Lernvoraussetzungen.
Dem tragen wir im Haus am Dornbuschweg Rechnung: durch barrierefreie und gleichzeitig sehbehindertengerechte Räumlichkeiten, durch die transdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen, durch eine ganzheitlich orientierte und individuelle Förderplanung für jeden einzelnen Schüler und durch die enge Kooperation zwischen Schule, Wohnen und Elternhaus.
Wir haben es uns als übergeordnetes Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen mit mehreren Behinderungen ein hohes Maß an Selbstständigkeit bzw. Selbstbestimmung und größtmögliche Teilhabe an Bildung und Gesellschaft zu ermöglichen.

Räume und Ausstattung

 

Neben tastbaren Handläufen und einer Vielzahl von Markierungen der Stockwerke und Räume ist das Gebäude komplett barrierefrei und kontrastreich gestaltet. Leben, Wohlfühlen, Wahrnehmen, Lernen: Das Haus am Dornbuschweg bietet blinden, sehbehinderten und mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen hierfür optimale Voraussetzungen. Die barrierefrei und gleichzeitig sehgeschädigtengerecht gestalteten Räumlichkeiten ermöglichen den Kindern und Jugendlichen eine eigenständige Orientierung und Fortbewegung. Ein differenziertes System von tastbaren und gut sichtbaren Leitlinien und Markierungen gibt Sicherheit und motiviert zur Erkundung der Umgebung. Gute Kontraste, eine gleichmäßige blendarme Beleuchtung, die zusätzlich an den individuellen Lichtbedarf des Einzelnen angepasst werden kann, gehören ebenso zu unseren Ausstattungsstandards wie sehgeschädigten- und körperbehindertenspezifische Hilfsmittel von der Braille-Zeile über die Reitsitzbank bis hin zu Materialien aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation – kurz UK.
Unser ansprechend gestaltetes Raumangebot umfasst neben den Klassen- und Gruppenräumen unterschiedliche Therapieräume (Physiotherapie, Ergotherapie, Sehförderung), einen Bewegungsraum, einen Entspannungsraum (Snoezelen) sowie ein Therapiebad. Den Jugendlichen in der Haupt- und Berufsschulstufe stehen zusätzlich ein Computerraum, ein Punktschriftraum mit integrierter Hörbücherei sowie je eine Holz- und Tonwerkstatt zur Verfügung.
Der Erlebnisgarten, ausgestattet mit Baumhaus, Rollstuhlkarussell und vielen weiteren Spielgeräten und Bewegungsangeboten bietet auch im Freien vielfältige Experimentiermöglichkeiten zum Sehen, Fühlen, Hören und Riechen.

Übrigens: Der Erlebnisgarten ist ein reines Spendenprojekt.