Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus

Besondere Leistung für besondere Menschen

Blinden- und sehbehindertenspezifische Fachdienste spielen bei der Arbeit des Paul-und-Charlotte-Kniese-Hauses eine wichtige Rolle.

Sozialdienst

Der Sozialdienst ist kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen zur Organisation und Begleitung von Klienten. Vom Aufnahmeverfahren und der Eingewöhnung über behördliche Angelegenheiten und die Beschaffung von Hilfsmitteln bis zur Kontaktpflege mit Angehörigen ist der Sozialdienst mit Rat und Tat zur Stelle.

Individuelle Förderpflege

Bei der individuellen Basisversorgung (Nahrungsaufnahme, Körperpflege) ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen gefragt. Alles, was geschieht, muss über die verfügbaren Sinne beschrieben und zugänglich gemacht werden. Nur so kann ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit entstehen.

Sehförderung

In vielen Fällen verfügen sehgeschädigte Menschen noch über ein Sehvermögen. Dieses zu erkennen, zu trainieren und im Alltag einzusetzen, ist Ziel der Sehförderung. Orthoptistinnen ermitteln Sehschärfe, Farbsehen und so weiter. Sie geben Impulse, welche Hilfsmittel, Fördermaterialien und räumlichen Gestaltungselemente die vorliegenden Einschränkungen am besten kompensieren können.

Orientierung und Mobilität

Um sehgeschädigten und mehrfachbehinderten Menschen möglichst umfassende Orientierung und Mobilität zu ermöglichen, ist ein spezielles Training durch eigens ausgebildete Rehabilitationslehrer wichtig. Dabei werden alle verfügbaren Sinne geschult, um zum Beispiel durch die Wahrnehmung tastbarer oder akustischer Wegmarken eine Vorstellung von der räumlichen Umgebung zu gewinnen.

Therapeutische Maßnahmen

Zur Durchführung ärztlich verordneter Anwendungen in den Bereichen Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie und so weiter arbeitet die Nikolauspflege eng mit örtlichen Praxen und Orthopädiehäusern zusammen.

Kommunikation und sozialer Austausch

Handlungsbegleitendes Sprechen ist im Kontakt mit blinden und sehbehinderten Menschen von größter Bedeutung. Ist die betreffende Person zudem weiter beeinträchtigt, muss der soziale Kontakt über alternative Kommunikationsmöglichkeiten hergestellt werden.