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Vorlesesysteme

Vorlesesysteme, die auch als Lesesprechgeräte bezeichnet werden, bestehen aus den Komponenten Scanner, OCR-Texterkennungssoftware und Sprachausgabe. Papierdokumente werden eingescannt und mit Hilfe einer speziell für blinde und sehbehinderte Anwender entwickelte OCR-Software so aufbereitet, dass sie von der integrierten Sprachausgabe-Komponente vorgelesen werden können. Vorlesesysteme werden als geschlossene und als offene Systeme angeboten. Im häuslichen Bereich werden eher geschlossene Systeme eingesetzt, die alle einzelnen Bausteine des Systems in einem Gehäuse vereinigen. Besonders ältere Menschen ohne PC-Kenntnisse und Erfahrung bevorzugen diese Variante.
An sehbehindertengerecht ausgestatteten Arbeitsplätzen werden eher offene Systeme genutzt. Es handelt sich dabei um eine Software, die auf dem PC installiert wird. Der Arbeitsplatzinhaber kann sich damit nicht nur die Texte vorlesen lassen, sondern sie auch speichern und nach seinen individuellen Bedürfnissen bearbeiten. Für das weitere Bearbeiten von Texten muss der PC mit einem Screenreader ausgestattet sein, damit eine Braille-Zeile in das offene System eingebunden werden kann. Über die Braille-Zeile kann auch der Text des eingescannten Dokuments dargestellt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, den PC mit einem Arbeitsspeicher von mindestens 256 MB auszustatten.