Limeshof - Freizeit- und Kulturkonzept

Das Café LimO: erlebbare Teilhabe

LimO ist Treffpunkt, Café und Begegnungsstätte sowie Ausgangspunkt aller Freizeitangebote für die Klienten des Limeshofs. Vom LimO organisiert, erscheint zwei Mal jährlich ein Heft mit Freizeitangeboten, die sich an den Interessen und Wünschen der Bewohner orientieren. Das Angebot ist reichhaltig und erstreckt sich von Bildungs- (Computer-, Koch-, Selbstverteidigungskurs etc.) über Kreativ- (Arbeiten mit Speckstein, Trommeln, Häkeln und Stricken) bis zu Freizeitangeboten (Feste, Sport, Spieleabende, Kino). Auch Ausflüge z.B. zu Heimspielen des VfB Stuttgart oder auf den Cannstatter Wasen und Urlaubsfahrten – beispielsweise eine Segelfreizeit in Holland – gehören dazu.

Bei vielen Angeboten ist eine 1:1-Betreuung notwendig, d.h. ein Pfleger auf einen Klienten. Unbekanntes muss einzeln erklärt und mit Handführung erläutert werden. In einer fremden Umgebung ist es blinden und sehbehinderten Menschen mit zusätzlichen Einschränkungen in der Regel nicht möglich, sich alleine zu orientieren. So benötigt ein blinder Mensch bei einem Ausflug ins Museum einen sehenden Begleiter, der ihn führt, Texte vorlesen, Exponate erklären und beschreiben kann und ihn bei so profanen Dingen wie dem Aufsuchen einer Toilette und der Versorgung mit Essen unterstützt. So werden Unternehmungen sehr personal- und damit kostenintensiv. Für bestimmte Angebote müssen die „Lehrer“ auch extra geschult werden, nicht jeder kann z.B. mit einem PC mit Braille-Zeile arbeiten. Für manche Angebote wie einen Selbstverteidigungskurs wird mit speziell geschulten Honorarkräften zusammengearbeitet, die natürlich auch teurer sind als ehrenamtliche Helfer, die den Freizeitbereich des Limeshofs bereits an vielen Stellen unterstützen.

An Ideen fehlt es beim Limeshof nicht. Ein „Encouraging“-Kurs – ein Mutmachkurs also –, Kurse zu Mediation, Körperwahrnehmung, Imageberatung für blinde und sehbehinderte Menschen oder gar ein Tanzkurs stehen auf dem „Wunschzettel“ der Klienten. Doch das alles kostet viel Geld. Aus dem regulären Pflegesatz sind solche Angebote nicht zu finanzieren. Deshalb bittet die Nikolauspflege um finanzielle Unterstützung für das Freizeitprogramm und die laufenden Kosten des LimO. Gerne stellt Ihnen das Team des Limeshofs das LimO persönlich vor und bringt Sie mit Klienten in Kontakt.