Franz-Mersi-Haus

Freiwilliges Soziales Jahr im Franz-Mersi-Haus

Ein Erfahrungsbericht von Nigar Aftab Butt, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Franz-Mersi-Haus absolvierte:

Im Juni 2014 schloss ich meine allgemeine Hochschulreife am Elisabeth-Gymnasium in Mannheim ab. Danach wollte ich eigentlich studieren. Da ich mich aber nicht so recht für ein Studienfach entscheiden konnte, beschloss ich, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen.

Bereits bei einigen sozialen Praktika während der Schule wurde mein Interesse geweckt, mit behinderten Menschen zu arbeiten. Bei meiner Internet-Recherche nach einer geeigneten Arbeitsstelle stieß ich auf die Nikolauspflege in Mannheim. So sehr ich mich auch auf meinen ersten Arbeitstag gefreut habe: Als es so weit war, hatte ich ehrlich gesagt viel Angst. Angst, weil alles neu für mich war, Angst, weil ich mich überfordert fühlte und auch Angst vor dem einen oder anderen Bewohner.

Nach und nach habe ich durch die Arbeit im Förder- und Betreuungsbereich aber gelernt, wie ich mit den Klienten umgehen muss. Ich hab sie bei Aktivitäten und Festen näher kennengelernt, und schon bald sind mir die Bewohner mit ihren unterschiedlichsten Lebensgeschichten und Schicksalen sehr ans Herz gewachsen. Die Arbeit mit den Bewohnern macht mir jeden Tag große Freude, und so verschwand die Angst von ganz alleine.

Ich habe meine Entscheidung, ein FSJ bei der Nikolauspflege zu machen, keinen Tag bereut. Ich habe so vieles gelernt: Geduld zu haben, mit behinderten Menschen umzugehen, und ich habe gelernt, dass man sich seinen Ängsten stellen muss, um sie zu überwinden und im Leben weiterzukommen.