Was Helfer im Freiwilligen Sozialen Jahr sagen

Täglich Erfahrungen sammeln

„Durch eine Zeitungsanzeige über einen 'Tag der offenen Tür' bin ich auf den Limeshof in Welzheim aufmerksam geworden. Damals stand für mich Bundeswehr oder Zivildienst zur Entscheidung. Mit 100-prozentiger Sicherheit fiel die Bundeswehr für mich weg. Durch das Ableisten des FSJ sammle ich täglich Erfahrungen über Menschen, ihre Fähigkeiten und Tätigkeiten. Gerne unterstütze ich dadurch auch hilfsbedürftige Menschen. Nach meiner Bewerbung und einer ersten Hospitation entschied ich mich nicht nur dafür, meinen Zivildienst abzuleisten, sondern mit dem gleichen Ziel als Kriegsdienstverweigerer ein FSJ zu beginnen.

Durch mein technisches Interesse fühle ich mich in der Werkstatt unter der Anleitung von Frau Wörner bestens aufgehoben. Negatives kann ich bis jetzt nicht berichten. Ein FSJ würde ich im Limeshof jederzeit wieder machen.“

Tobias Wandelt, Helfer im FSJ am Limeshof

Zeit des Lernens und der Freude

„Angefangen hat alles mit den Einführungstagen, in denen wir viel über die Arbeit mit den Kindern gelernt haben. Am ersten Schultag lernten wir unsere Klassenlehrer, die Fachlehrer und die ersten Kinder aus unserer Klasse kennen. Mit der Zeit lernten wir die Kinder immer besser kennen und mit ihnen umzugehen. Wir gewöhnten uns an den Tagesablauf mit den verschiedenen Unterrichtseinheiten. Es gab auch eine Menge hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu bewältigen. Und um ehrlich zu sein: Ich hatte auch nach sechs bis acht Wochen noch Schwierigkeiten, an alles zu denken und mir alles Neue zu merken. Bei Spaziergängen zum Kastaniensammeln oder in den verschiedenen Unterrichtseinheiten lernte ich die Kinder immer besser kennen und hatte recht schnell ein enges Verhältnis zu allen. In meinem Klassenteam herrschte von Anfang an ein wunderbares Arbeitsklima, was die Einarbeitung sehr erleichterte.

Alle Fragen, die ich hatte, wurden mir geduldig beantwortet und in schwierigen Situationen wurde mir immer geholfen. Im gesamten Haus wurden wir Helfer super aufgenommen.

In den folgenden Wochen und Monaten wurden wir selbstständiger und konnten voll im Team mitarbeiten. Ja, und dann war das Jahr auch schon wieder vorbei und keiner weiß, wo es geblieben ist. Ich kann mich noch genau an den ersten Tag und alle neuen Gesichter erinnern, die jetzt zu meinen Liebsten gehören. Zum Glück werde ich noch ein weiteres Jahr im Haus am Dornbuschweg bleiben, dann allerdings im Heim. So kann ich den Abschied noch ein Jahr hinauszögern.

Was soll ich für ein Fazit aus diesem Jahr ziehen? Klar gab es über das Jahr verteilt ein paar Momente, in denen ich mich geärgert habe und vielleicht auch mal kurz die Motivation getrübt war. Aber ich habe nie bereut, das Freiwillige Soziale Jahr in der Niko gemacht zu haben. Ich habe durch die Kinder sehr viel Freude gehabt und auch viel für mich gelernt, so dass ich diese Zeit nie missen möchte.“

Andreas Plieninger, Helfer im FSJ im Haus am Dornbuschweg


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